Wohlfühlen mit 40+

Mit der Menopause beginnt für uns Frauen eine neue Phase im Leben. Diese bringt gute, aber auch schwierige Veränderungen mit sich. Ein paar Tipps, wie Du das Beste aus der Zeit ab 40 herausholst und Dich optimal um Dein Wohlbefinden kümmerst, gebe ich Dir in diesem Blogpost.


Obwohl die meisten eher negative Dinge mit der Menopause verbinden, gibt es doch auch ein paar sehr positive Neuerungen, die in dieser Zeit auf uns zu kommen. Endlich keine Periode und kein PMS mehr. Hormonell bedingte Kopfschmerzen oder Migränen gehören ebenfalls der Vergangenheit an. Nicht nur körperlich, sondern auch sozial beginnt für uns Frauen ein neuer Lebensabschnitt. Die Kinder fliegen aus und werden immer unabhängiger. Plötzlich haben wir wieder mehr Zeit, um uns selbst Gutes zu tun und uns unseren vernachlässigten Hobbies zu widmen. Jetzt setzen viele Frauen langgehegte Pläne um, starten beruflich richtig durch oder beginnen etwas vollkommen Neues.


Du als strahlendes Zentrum

Das Sinken des Östrogen-Spiegels hat zur Folge, dass unsere Muttergefühle etwas schwächer werden und wir uns nicht immer um alles kümmern. Wir sind gelassener und haben auch nicht mehr das Gefühl, es immer allen recht machen zu müssen. Das hat etwas sehr Befreiendes. Jetzt stehen wir selbst im Mittelpunkt. Es geht darum, was wir möchten und was uns guttut. Wir sind selbstsicherer als in jüngeren Jahren und trauen uns mehr zu. Was die anderen über uns denken, ist nicht mehr so wichtig. Durch die hormonelle Veränderung fühlen sich viele bestärkt und können das Leben noch einmal mit neuen Augen betrachten. Aufbruchsstimmung herrscht.


Perimenopause – der Beginn des Hormon-Chaos

Vor der Menopause kommen wir in die Perimenopause. Diese beginnt, während wir noch unsere Periode bekommen, aber bereits erste Hormonschwankungen erleben. Die Perimenopause beginnt 4 bis 10 Jahre vor der eigentlichen Menopause, im Durchschnitt ist das mit 45. Diese Zahl hat sich in den letzten Jahren immer weiter nach unten verschoben, so dass manchmal schon Frauen Ende 30 über Hormonprobleme klagen. Während dieser Zeit schwankt der Östrogen-Spiegel stark und löst Hitzewallungen, Wassereinlagerungen und depressive Stimmungslagen aus. Generell nimmt der Östrogen-Wert ab, aber im Verhältnis zum hormonellen Gegenspieler Progesteron haben wir oft einen Östrogen-Überschuss. Viele Ärzte messen nur den Östrogenwert und setzen ihn nicht ins Verhältnis zum Progesteron. Die Einnahme von Östrogen-Präparaten würde in diesem Fall die Östrogen-Dominanz nur noch verstärken. Aber das Hormon-Chaos lässt sich mit natürlichen Methoden wie der richtigen Ernährung, Sport und Techniken aus Ayurveda und Yoga regulieren.


Veränderungen mit 40plus

In der Perimenopause haben einige Frauen mit Schlafstörungen oder Hitzewallungen während der Nacht zu kämpfen. Die Periode tritt unregelmässig auf und auch die Symptome von PMS können sich verstärken. Oft leiden wir unter Kopfschmerzen oder Migräne vor der Periode. Plötzlich fühlen wir uns müde und energielos und auch Stress stecken wir weniger gut weg im Vergleich zu früher. Einige Frauen erleben während der Perimenopause starke Stimmungsschwankungen. Sie sind leicht gereizt oder sogar depressiv. Die Schilddrüse kann Probleme machen, was man auch an kalten Händen und Füssen bemerkt. Unser Stoffwechsel verlangsamt sich, was zu Wassereinlagerungen und Gewichtszunahme führt. Oft setzen sich die neu gebildeten Fettpölsterchen an Bauch und Hüfte an.


Was kann ich dagegen tun?

Zum Glück müssen wir das alles nicht einfach so hinnehmen. Eine Möglichkeit ist es, mit mehr Sport und vor allem Krafttraining dem Muskelschwund und der Verlangsamung des Stoffwechsels entgegenzuwirken. Mehr Muskeln bedeutet weniger Fett und mehr Testosteron und Wachstumshormone. Die ist die beste Strategie für mehr Tatendrang, mehr Durchsetzungsvermögen und ein strafferes Bindegewebe. Wenn du nicht ans Trainieren gewöhnt bist, beginne mit einfachen Übungen, die Du in Deinen Alltag einbauen kannst wie Treppen steigen, zur Arbeit biken oder laufen. Mach einen Spaziergang in deiner Mittagspause oder gehe Waldbaden oder auf eine Wanderung am Wochenende. Mit einem Schrittzähler hast Du Werkzeug, um Deinen Erfolg zu messen. Beginne mit 5000 Schritten täglich und steigere Dich bis auf 10'000 Schritte. Frauen, die bereits viel Ausdauersport betreiben, sollten unbedingt auch Krafttraining beginnen, damit sie nicht noch mehr wertvolle Muskelmasse verlieren.


Wenn Du einen auf Dich zugeschnittenen Trainingsplan wünschst, kann ich Dir die Personaltrainerin Sandy Hager empfehlen. Ein Portrait von ihr findest Du in diesem Blogpost hier.