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Paula Reber pendelte in ihrem Leben zwischen Brasilien, Frankreich und der Schweiz. Sie arbeitete lange für eine Spirituosen- und Champagner-Firma, bis sie mutig entschied, zu kündigen und Freelance zu arbeiten. Für ihr Herzensprojekt „Mama Afrika“ eröffnet sie am 14.Juni in Zürich einen Pop-up-Store, wo sie Produkte für die Charity Organisation verkauft, die Frauen in Mali unterstützt.



Was ist das Projekt «Mama Afrika»?


Meine Schwiegermutter arbeitet für die Organisation «The Mali-Suisse Verein», die in Mali eine Näherinnen-Schule für Frauen betreibt. Anfänglich habe ich ein Fotoshooting für den Verein durchgeführt. Dann habe ich mich aber immer mehr und mehr für diese Organisation interessiert. Ich fand ihr Business-Modell wirklich gut. Die Produkte sind schön gemacht und die Frauen werden lokal unterstützt, damit sie einen Beruf erlernen können und so unabhängiger werden. Der Verein macht dies aktuell im kleinen Rahmen. Ich hoffe aber, dass alle Frauen unabhängig werden können, dass sie frei entscheiden können, was sie machen wollen.

In dieser Zeit besuchte ich eine Freundin, die gerade Mutter geworden ist. Sie fragte mich, ob sie eine der Taschen für ihren Kinderwagen kaufen könnte. In dieser Nacht wurde mir klar, dass wir eine gute Marke brauchen, um die Taschen besser vertreiben zu können. Da wir viele Produkte für Kinder und Mütter haben, war der Name «Mama Afrika» sehr passend. Nach der Webseite und dem Online-Shop wage ich mich jetzt an einen Pop-Up-Store.


Warum gerade ein Pop-Up?


Es ist nicht so einfach, Leute auf einen Online-Store aufmerksam zu machen. Deswegen möchte ich die Produkte ausstellen, so dass die Leute sie sich wirklich ansehen können. Zufällig bin ich an einem Laden vorbeigegangen und dachte, das wäre perfekt für einen Pop-up-Store. In diesem Moment habe ich mir in den Kopf gesetzt, einen Pop-up-Store für Mama Afrika zu eröffnen.



Warst Du auch schon in Mali und hast die Frauen dort unten besucht?


Nein, seit 8 Jahren ist leider die politische Situation instabil und eine Reise nach Mali viel zu gefährlich. Tina, die Leiterin der Näherinnen-Schule (eine Malin) war davor aber mehrmals in der Schweiz. Sie haben auch Schweizer Nähmaschinen für die Schule nach Mali importiert. Mit der Technologie, Videos und Internet kann man gut genug kommunizieren, so dass das Projekt trotzdem weiterlaufen kann. Ursprünglich wurden die genähten Taschen ja in Mali in Hotelbetrieben an Touristen verkauft. Als dann keine Touristen mehr ins Land kamen, musste der Verein andere Absatzmärkte finden. Deswegen ist dann auch eine neue Marke «Mama Afrika» und der Online-Store entstanden.


Hast Du eine besondere Verbindung zu Afrika?


Bis zu dem Projekt eigentlich nicht, obwohl natürlich die Brasilianer afrikanische Wurzeln haben. Aber ich habe durch das Projekt Mama Afrika sehr viel über die afrikanische Kultur gelernt und ganz generell über den Austausch mit anderen Kulturen.




Was möchtest Du dieser Welt weitergeben?


Speziell in den letzten Jahren wurde ich sehr stark mit dem Thema «akzeptieren lernen» und auch «offen sein» gegenüber anderen, natürlich auch anderen Kulturen, konfrontiert. Damit meine ich nicht, in andere Länder zu reisen und die schönsten Plätze eines Landes kennenzulernen. Es geht um echtes Verständnis der Menschen dort, ihrer Kultur, ihrer Sprache und wieso sie sich so verhalten, wie sie es eben tun. Ich möchte die Offenheit gegenüber anderen Kulturen und eine generelle Akzeptanz einer anderen Art des Seins fördern. Ich denke, wir müssen uns anstrengen, aus der Bubble, in der wir leben, auszubrechen und andere Dinge zu sehen. Dabei hat mir das Projekt Mama Afrika sehr geholfen.


Welche Behandlungen machst Du bei Corina und was bringen sie Dir?


Ich habe bei Corina mit Yoga angefangen, weil ich Schmerzen in den Schultern hatte. Ich habe festgestellt, dass ich beim Yoga runterfahren kann und habe gelernt, etwas ruhiger zu werden. Heute gehe ich hauptsächlich mitten am Tag zu ihr für eine holistische Hautbehandlung oder eine Massage, damit ich der hektischen Energie des Alltags entfliehen kann.



Was bedeutet Weiblichkeit für Dich?


Hormone! (lacht) Es ist für mich ein konstantes Lernen und Akzeptieren, wie man durch diese zyklischen, hormonellen Veränderungen kommt und den dazugehörigen Emotionen. Ich denke, deswegen ist auch eine der grossen Stärken von Frauen, dass sie enorm anpassungsfähig sind. Corina hat mir ausserdem sehr im Umgang mit meinen hormonellen Schwankungen geholfen. Ihre Ernährungstipps haben bei mir einen sehr positiven Effekt auf die Zeit vor meiner Periode.


Welchen Ratschlag würdest Du einer jungen Frau mit auf den Lebensweg geben?


Als mein Vater krank im Spital war, sagte eine unbekannte Frau im Spital-Lift zu mir: «Du musst Dich in Deinem Leben stetig neu erfinden.» Das war in diesem Moment für mich der perfekte Ratschlag. Ich versuche, stets offen zu sein, Neues auszuprobieren und den stetigen Wandel des Lebens zu akzeptieren.


Pop-Up-Store «Do good – look good» vom 14. – 24. Juni 2023

Beckenhofstr. 70

8006 Zürich

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